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Geschäftsausgaben trennen: CSV-Workflow für Selbstständige, ohne Kontozugriff

Geschäftskonto per CSV importieren, Ausgaben einmalig per Regel taggen und am Jahresende eine sortierte Übersicht statt eines Belegbergs haben - ohne einer App dauerhaften Zugriff auf dein Geschäftskonto zu geben.

Eine Hand markiert eine Zeile auf einem ausgedruckten Kontoauszug mit einem gelben Textmarker, daneben ein Kaffeering, ein Ladekabel und ein Briefumschlag auf einem Schreibtisch.

Geschäftsausgaben einmal taggen statt jedes Quartal neu zuordnen

Ein Geschäftskonto-CSV mit 300 Buchungen aus acht Monaten sagt dir nichts mehr von selbst. Was war die Überweisung an "IONOS SE" im März? Welche Abbuchung war die Bahncard, welche der private Ausflug vom Firmenkonto? Wer diese Zuordnung erst am Jahresende macht, rekonstruiert sie aus dem Gedächtnis - oder gar nicht.

Einmal einrichten, jeden Import automatisch taggen

In CashCat legst du dafür eine eigene Regel an, zum Beispiel "Partner enthält 'Deutsche Bahn' → Tag 'Reisekosten'". Ab dann wird jede künftige Bahn-Buchung beim Import automatisch getaggt - ohne dass du sie noch einmal anschaust.

Neue oder geänderte Regeln wirken auch rückwirkend: CashCat kategorisiert bereits importierte Buchungen im Hintergrund automatisch neu, sobald sich eine Regel ändert. Du musst also nicht neu anfangen, wenn dir erst im Sommer auffällt, dass die Buchung von "IONOS SE" eigentlich als Hosting-Kosten getaggt gehört.

Warum Kontozugriff beim Geschäftskonto mehr offenlegt als beim Privatkonto

Cloud-Buchhaltungstools mit Bankanbindung lesen Kontobewegungen per PSD2 automatisch ein. Dafür brauchen sie dauerhaften Lesezugriff auf alle Buchungen - nicht nur einmalig beim Einrichten, sondern fortlaufend.

Bei einem Geschäftskonto bedeutet das mehr als bei einem privaten Girokonto. Die Buchungshistorie enthält Kundennamen, Rechnungsbeträge und damit effektiv deinen Stundensatz und deine Auftragslage - Informationen, die über reines Konsumverhalten weit hinausgehen.

CSV-Import umgeht diesen Zugriff strukturell: Du lädst den Kontoauszug selbst aus dem Online-Banking herunter, CashCat verarbeitet ihn lokal auf deinem Gerät. Es gibt keine Verbindung zwischen CashCat und deiner Bank, die widerrufen werden müsste - weil es sie nie gab.

Eigene Übersicht statt Konkurrenz zur Buchhaltungssoftware

CashCat tritt nicht gegen Lexoffice, sevDesk, FastBill oder Kontist an. Diese Tools sind compliance-zentriert gebaut - für Finanzamt, Steuerberater und eine korrekte UStVA. Ihre Kategorien folgen einer festen Buchhaltungslogik wie einem Kontenrahmen (z. B. SKR03), nicht deiner eigenen Sicht auf dein Geschäft.

CashCat ist eher ein Analyse-Werkzeug: Kategorien und Tags sind komplett frei wählbar, nicht an eine Buchhaltungslogik gebunden. Trend-, Kategorie- und Fixkosten-Widgets im Dashboard lassen sich einzeln auf das Geschäftskonto filtern, unabhängig von jeder steuerlichen Formvorschrift. So fällt zum Beispiel auf, dass drei Software-Abos zusammen 60 € im Monat kosten, von denen zwei seit Monaten nicht mehr genutzt werden - eine Auswertung, die keine EÜR-Kategorie je zeigen würde.

Lexoffice

GoBD-konforme EÜR, UStVA und DATEV-Export in einem Tool, Steuerberater-Zugriff inklusive. Kostet dafür laufend ab ca. 8 €/Monat und verlangt für die Automatisierung permanenten Kontozugriff auf das Geschäftskonto.

sevDesk

Starke Belegerkennung per OCR und detaillierte Auswertungen. Die Buchhaltungs-Tarife mit Bankabgleich liegen bei ca. 25-30 €/Monat - deutlich mehr, als eine reine EÜR-Erfassung erfordert.

FastBill

Solide Rechnungsstellung mit DATEV-Export ab ca. 9-10 €/Monat. Tiefere Steuerfunktionen und Automatisierung sind erst in höheren, teureren Tarifstufen enthalten.

Kontist

Geschäftskonto und laufende Steuerschätzung in einer App, praktisch für Umsatzsteuer-Rücklagen. Dafür liegt die komplette Kontohistorie direkt beim Anbieter - Konto und Buchhaltung sind hier untrennbar dasselbe System.

CashCat ersetzt keines dieser Tools - und will das auch nicht. Wer eines davon für die Pflichtabgabe nutzt, kann CashCat parallel für die eigene Analyse einsetzen: lokal, ohne dass ein weiterer Anbieter Kontozugriff bekommt.

Für Freelancer, die ihre Geschäftszahlen strategisch verstehen wollen - nicht nur verbuchen.

CashCat ist kein Ersatz für Buchhaltungssoftware, sondern läuft lokal daneben - für den eigenen Blick auf Trends und wiederkehrende Kosten im Geschäftskonto, ohne zusätzlichen Kontozugriff.

Dein Bankkonto bleibt dein Bankkonto

Apps wie Finanzguru bekommen dauerhaften Zugriff auf dein Konto - sobald du einmal zustimmst. CashCat bekommt nichts davon: du importierst deinen Kontoauszug selbst.

Einmal kaufen. Für immer nutzen.

YNAB kostet über 5 Jahre rund 501 €. CashCat ist ein Einmalkauf - kein Abo, keine Preiserhöhung, keine Kündigung.

Deine Finanzdaten sieht niemand außer dir

Was du importierst, verlässt dein Gerät nie. Kein Anbieter sieht deine Ausgaben, kein Server speichert dein Finanzprofil.

Alle deine Bankkonten zusammen im Blick

Sparkasse, ING, VR-Bank, N26, DKB - egal. CashCat importiert Kontoauszüge von jeder Bank und bringt sie unkompliziert in ein Dashboard.

Was der Steuerberater wirklich braucht - und wo die Grenze liegt

Für die EÜR braucht ein Steuerberater eine vollständige, chronologische Übersicht der Einnahmen und Betriebsausgaben, dazu passende Belege und eine klare Trennung privater und geschäftlicher Posten. Eine gefilterte, bereits getaggte Transaktionsliste aus CashCat deckt genau das ab - der Steuerberater bekommt eine sortierte Grundlage statt roher Kontoauszüge, aus denen er die Zuordnung erst selbst herausarbeiten muss.

Was CashCat nicht liefert: ein fertiges Steuerberater-Exportformat wie DATEV, eine Umsatzsteuer-Voranmeldung oder doppelte Buchführung. Den letzten Schritt von der getaggten Liste zur fertigen EÜR übernimmt entweder der Steuerberater oder du selbst - CashCat liefert die Grundlage, keine fertige Steuererklärung.

Ein eigenes Konto reicht rechtlich - ist aber trotzdem sinnvoll

Ein Geschäftskonto ist für Freiberufler, Einzelunternehmer und Kleinunternehmer gesetzlich nicht vorgeschrieben - nur Kapitalgesellschaften wie GmbH oder UG müssen Geschäfts- und Privatvermögen strikt trennen. Trotzdem lohnt sich die Trennung praktisch: Ein eigenes Konto, als eigenständiges Konto in CashCat angelegt, macht die spätere EÜR-Zuordnung erheblich einfacher als das nachträgliche Heraussuchen geschäftlicher Buchungen aus einem gemeinsamen Privatkonto.

Wann du zusätzlich eine Buchhaltungssoftware brauchst

Sobald Umsatzsteuer-Voranmeldungen fällig werden, Mitarbeiter dazukommen oder das Belegvolumen deutlich wächst, reicht die eigene Übersicht in CashCat für die Pflichtabgabe nicht mehr aus. Ab diesem Punkt brauchst du zusätzlich eine Software mit UStVA-Funktion und DATEV-Anbindung - CashCat bleibt daneben nutzbar für die eigene Sicht auf die Zahlen, übernimmt aber nie die Steuer-Abwicklung selbst.

Häufige Fragen

Nein, und das ist auch nicht das Ziel. Lexoffice und sevDesk sind compliance-zentrierte Tools mit festem Kontenrahmen für UStVA und DATEV-Export. CashCat ist eher ein Analyse-Werkzeug mit frei wählbaren Kategorien - für die strategische Sicht auf die Geschäftszahlen, nicht für die Abgabe selbst. Viele nutzen beides parallel.

Lege in CashCat ein eigenes Konto für dein Geschäftskonto an und importiere dessen CSV-Datei getrennt vom Privatkonto. Einmal eingerichtete Regeln taggen künftige Importe automatisch - deine Bankdaten bleiben lokal, kein Anbieter erhält dauerhaften Lesezugriff.

Eine vollständige, chronologische Übersicht der Einnahmen und Betriebsausgaben, passende Belege und eine klare Trennung privater und geschäftlicher Posten. Eine gefilterte, bereits kategorisierte Transaktionsliste aus CashCat deckt genau das ab - ein fertiges Steuerberater-Exportformat wie DATEV bietet CashCat nicht.

Gesetzlich nicht - nur Kapitalgesellschaften wie GmbH oder UG müssen Geschäfts- und Privatvermögen strikt trennen. Für Freiberufler und Einzelunternehmer ist ein eigenes Konto trotzdem üblich, weil es die Zuordnung für die EÜR erheblich erleichtert und viele Banken die geschäftliche Nutzung eines Privatkontos in den AGB ohnehin ausschließen.

Ja. Sobald du eine Kategorisierungsregel anlegst oder änderst, kategorisiert CashCat bereits importierte Transaktionen im Hintergrund automatisch neu. Du musst also nicht von vorn anfangen, nur weil dir eine sinnvolle Regel erst nach Monaten einfällt.

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